Trauma therapie


"Traumata in der Kindheit führen zu Depressionen im Erwachsenenalter."

 

 

Wenn wir von Trauma sprechen, meinen wir in erster Linie das Schocktrauma. Eine Erfahrung, die uns überwältigt, mit der wir in dem Moment nicht umgehen können, die wir nicht verarbeiten oder halten können.  Das kann eine Todesnachricht, eine Trennung, eine Operation, eine Abtreibung und viele andere auch alltägliche Ereignisse sein, die zu Symptomen eines Traumas führen. 

 

Von einem Entwicklungstrauma spricht man, wenn die Traumata sehr früh und über längere Zeit zu tiefgreifenden und komplexen  Folgen auf Körper und Psyche statt gefunden haben. Man spricht in dem Zusammenhang auch von Bindungsstörungen.

 

Für die Entwicklung brauchen wir Bezugspersonen, die uns helfen uns selbst zu stabilisieren durch Beruhigung und Sicherheit. Sind die Bezugspersonen, i.d.R. die Eltern dazu nicht in der Lage, abwesend, voller Erwartungshaltungen, übergriffig, ablehnend oder im schlimmsten Fall gewalttätig, können Sicherheit, Urvertrauen und Bindungsfähigkeit nicht entstehen. Die Folgen sind Kompensationsstrategien (im Kopf), die im heute Probleme aller Art bereiten können. 

Personen, die ungünstige Bindungsstrukturen gelernt haben, sind meist starrer, unflexibler und zeigen Schwierigkeiten aller Art mit anderen wirklich in Kontakt zu treten.  

Früh abgespalten vom Körper (da der Schmerz des Alleinseins, Hungers, Ohnmacht unerträglich war) haben sie Schwierigkeiten ihren Körper zu fühlen und überhaupt Gefühle zuzulassen. Das Zulassen von Gefühlen würde eine erneute Berührung mit dem Trauma bedeuten, was möglichst vermieden werden soll. 

Menschen mit Entwicklungstrauma kompensieren den fehlenden Zugang zu ihrem Körper und ihren Gefühlen über eine intellektuelle Verarbeitung. Sie weichen aus auf Erklärungsmodelle und Assoziationen. Die dauerhafte Übererregung wird durch Funktionieren und ständiges Beschäftigt sein kompensiert. 

 

Trauma hinterlässt Spuren im Nervensystem und somit im Körper. Ständige Übererregung kann alle möglichen Probleme nach sich ziehen. Funktionieren müssen bis zum Burn Out, Anpassungssucht, Sinnlosigkeit und Leere, Angststörungen, Depressionen, stoffgebundene Süchte, Essstörungen u.v.m.

 

  • Ich komme nie wirklich bei mir an
  • Ich bin zutiefst einsam
  • Ich kann keinen Kontakt mit anderen Menschen/der Welt herstellen
  • Ich kann niemandem Vertrauen
  • Ich fühle mich nirgends zu Hause
  • Ich bin anders als alle anderen
  • Ich habe Angst dass das erkannt wird